Dass dieses Schiff - und in der Folge auch die »DS Stadt Zürich« überhaupt noch auf dem Zürichsee dampfen, geht auf eine persönliche Initiative von Ben Plüss, dem Agenturinhaber zurück. In der Zeitung las er, dass die beiden Dampfschiffe, zuerst die DS Stadt Rapperswil - verschrottet werden sollten, da die notwendigen Mittel zu einer aufwendigen Restaurierung nicht vorhanden waren.
Ein Ideenwettbewerb der Zürichsee-Schifffahrts-Gesellschaft zur Geldbeschaffung verlief ohne konkrete Ergebnisse. Das konnte doch wohl nicht wahr sein: Diese stolzen Zeugnisse höchster Ingenieurskunst sollten sang- und klanglos vom Zürisee verschwinden, nur wegen Geldmangels. So ziemlich kurz vor Schluss präsentierte Ben Plüss seine Rettungs-Idee dem Verwaltungsrat der ZSG, der sie freudig akzeptierte, allerdings unter dem Vorbehalt, die ganze Aktion müsse sich aus sich selbst finanzieren, die ZSG habe dazu kein Geld.
Die Rettungs-Idee war, wie alle guten Ideen, sehr einfach. Wir verkauften die »DS Stadt Rapperswil« in ihren Teilen symbolisch. Tausende Menschen, welche das Schiff weiterhin auf dem See dampfen sehen wollten, machten mit. Wer für mehr als CHF 1000. kaufte, kam auf die Goldene Tafel auf der «DS Stadt Rapperswil». Jede Spenderin und jeder Spender erhielten für jedes »gekaufte« Teil ein Zertifikat.
Die gut geplanten Aktionen, die selbstlose Mithilfe von begeisterten Freunden und von Radio Z brachten das notwendige Geld innerhalb eines Jahres zusammen. Dampferfreunde aus allen fünf Erdteilen beteiligten sich.
In der Zwischenzeit freuten sich Hunderttausende am »Phänomen Dampfschiff«, -zig tausend Kinder (nur Kinder ?) konnten und können sich nicht satt sehen am glänzenden Schauspiel der stampfenden Kolben. Majestätisch und elegant »schweben« die beiden Dampfer über den Zürichsee. Sie gehören zum unverwechselbaren Bild wie der Uetliberg, der Pfannenstiel, der Etzel: Sie gehören zu uns.